Der Stundensatz ist die wichtigste Zahl in deinem Betrieb — und trotzdem wird er in vielen Handwerksfirmen einfach geschätzt oder vom Mitbewerber abgeschaut. Wer seine echten Kosten nicht kennt, verkauft im Zweifel jede Stunde unter Wert. Dieser Rechner ermittelt deinen Vollkosten-Stundensatz: den Betrag, den eine verrechenbare Monteurstunde deinen Betrieb tatsächlich kostet.
Der häufigste Denkfehler: Ein Monteur mit 38,5 Wochenstunden liefert keine 2.000 verrechenbaren Stunden im Jahr. Nach Abzug von Urlaub, Feiertagen, Krankenstand und Schulungen bleiben rund 209 Anwesenheitstage — und davon lassen sich realistisch nur 75 bis 85 Prozent einem Kunden verrechnen. Fahrtzeiten, Lager, Angebotslegung und Leerlauf verdienen kein Geld, müssen aber bezahlt werden.
Auf der Kostenseite zählt mehr als der Bruttolohn: Lohnnebenkosten (in Österreich rund 30 Prozent, in Deutschland je nach Kasse 21 bis 26 Prozent), Firmenfahrzeug, Werkzeug und der Anteil an den Gemeinkosten — Büro, Versicherungen, Software, Steuerberater. Der Rechner legt all das auf die verrechenbaren Stunden um und zeigt deine Selbstkosten pro Stunde. Jede Stunde darunter ist ein Verlustgeschäft, egal wie voll das Auftragsbuch ist.
Mit Gewinn- und Wagniszuschlag (üblich 10 bis 20 Prozent) ergibt sich dein Ziel-Stundensatz netto, mit der Umsatzsteuer der Brutto-Satz für die Preisauskunft an Privatkunden. Alle Felder sind mit realistischen Richtwerten vorbelegt — vom Ein-Mann-Betrieb bis zur Firma mit mehreren Monteuren anpassbar.